Vom Schneemann bis zur Höhlenkunst – Kreative Lernprozesse in der Ausbildung
Die Kinderpflegerklassen Ki25/1 und Ki25/2 erlebten im Fach Kunst-Werken zwei kreative Unterrichtseinheiten, die Praxis und pädagogisches Verständnis eng miteinander verknüpften.
Sie gestalteten Schneemann-Reißbilder und setzten sich dabei mit der Reißtechnik auseinander. Durch das gezielte Zerreißen und Anordnen von Papier entstanden winterliche Motive mit vielfältigen Strukturen. Gleichzeitig wurde erfahrbar, wie wichtig klare Anleitungen, anschauliche Beispiele und eigene praktische Erfahrungen sind, um Kinder beim kreativen Gestalten zu begleiten. Die fertigen Arbeiten fanden ihren Platz in der Morgenkreis-Kiste und können dort künftig zur spielerischen Visualisierung von Winterthemen eingesetzt werden.
In einem anderen Lernfeld begaben sich die Auszubildenden auf eine Reise in die Frühzeit der Kunst. Inspiriert von der Höhlenmalerei – auch als Vorbereitung auf die Exkursion ins Lindenau-Museum – gestalteten sie eigene „Höhlenbilder“. Mit zerknülltem Papier als Untergrund und selbst hergestellten Farben aus Naturmaterialien wie Erde, Kohle oder Kurkuma entstanden ausdrucksstarke Werke, die vor allem mit den Fingern gestaltet wurden. Dabei wurde deutlich, dass diese ursprüngliche Technik Geduld erfordert, zugleich aber ein intensives sinnliches Erleben ermöglicht.
Beide Projekte zeigen anschaulich, wie durch eigenes Ausprobieren ein tieferes Verständnis dafür entsteht, wie kreative Angebote mit Kindern umgesetzt werden können. Mit einfachen Mitteln lassen sich so ästhetische, motorische und sinnliche Erfahrungen fördern und erste Zugänge zu Kunst und Gestaltung eröffnen.
K. Schweizer
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